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Saturday, September 24, 2016

Die Mietkautionsversicherung - was ist das eigentlich?



Wenn man ein neues Zuhause beziehen will, wird der Vermieter beim Abschluss des Mietvertrages dort eine Mietkaution festgeschrieben haben. Dies ist die Absicherung für den Vermieter, falls während der Mietdauer Schäden an der Mietsache entstehen oder aber der Mieter mit dem Mietzins in Verzug ist. Das berechtigte Interesse des Vermieters stösst hier auf eine mögliche schwierige Situation beim neuen Mieter, denn bei einem Umzug kosten viele Dinge viel Geld, meist mehr als erwartet. Die Umzugskosten als solche, ob durch eine Firma oder in Eigenleistung, und neue oder ergänzende Möbel für das neue Heim strapazieren das Budget. Und dann kommt auch noch die Mietkaution dazu, die gleich mehrere Monatsmieten beträgt.


Eine mögliche Lösung ist die Mietkautionsbürgschaft, auch Mietkautionsversicherung genannt. Hierbei erhält der Vermieter kein Geld, sondern eine Bürgschaftsurkunde des Versicherungsträgers. Diese gibt dem Vermieter die gewünschte Sicherheit, ohne dass das Umzugsbudget des Neumieters in voller Höhe der Kautionssumme belastet wird.

Für den Vermieter, der diese Mietkautionsbürgschaft annimmt, ändert sich nichts. Er bewahrt diese selbstschuldnerische Urkunde bei seinen Mietunterlagen auf und kann, sollte er die Kaution in Anspruch nehmen müssen, diese direkt bei der Mietkautionsversicherung geltend machen. Als rechtsverbindliches Wertpapier ist die Urkunde für den in dieser genannten Bürgen verpflichtend.

Eine Mietkautionsversicherung endet im Normalfall mit der Beendigung des Mietverhältnisses. Allerdings kann gemeinhin jede Mietkautionsversicherung zu im Vertrag festgelegten Zeitpunkten gekündigt werden und dem Vermieter eine andere Art der Mietkaution überlassen werden.

Für diese Sicherheit in Form einer Bürgschaft des Versicherers zahlt der Mieter diesem einen jährlichen Beitrag. Dieser richtet sich nach der Höhe der Mietkautionsversicherung und beträgt zwischen 4 - 5% der Kautionssumme. Die Mietkautionsversicherung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn der Umzug ansonsten eine Kreditaufnahme, auch über den Dispositionskredit, bedingt oder das Budget anderweitig geschont werden soll.
Was deckt eine Mietkautionsversicherung eigentlich ab?
Im Allgemeinen deckt eine Mietkautionsversicherung alle Schäden, Leistungen und Gefahren ab, die dem Vermieter durch die Vermietung der Mietsache an den Mieter entstehen können. Diese sind z.B. das Ausbleiben der Mietzahlungen oder der Nebenkostennachzahlungen, Sachschäden, die an der Mietsache entstanden sind oder unausgeführte Renovierungsarbeiten, die durch den Gebrauch der Mietsache durch den Mieter zu leisten sind. Auch andere Schadensersatzansprüche seitens des Vermieters an den Mieter sind gewöhnlich mit abgedeckt.
Was sind die Vorteile einer Mietkautionsversicherung?
Der grösste Vorteil einer Mietkautionsversicherung für den Mieter liegt offenkundig darin, dass er für die Mietkaution nicht die volle Summe aus seinem Vermögen hinterlegen muss. Die beträgt in der Regel drei Nettokaltmieten, was durchschnittlich eine vierstellige Summe als Kostenfaktor bedeutet. Bei den „klassischen“ Formen der Mietkautionshinterlegung, den Kautionssparbuch, der Bankbürgschaft oder der Aushändigung an den Vermieter muss diese Summe jeweils voll erbracht werden, nicht so bei der Mietkautionsversicherung. Statt dessen kann das freie Budget anderweitig verwendet werden, sei es für die Umzugskosten, neue Einrichtungsgegenstände oder zur sonstigen Verwendung. Der Einwand, man bekäme ja die alte Kaution vom alten Vermieter zur Finanzierung der neuen Kaution, ist nicht stichhaltig, da der alte Vermieter diese noch ganz oder teilweise bis zu sechs Monaten nach Beendigung des alten Mietverhältnisses einbehalten kann.

Nicht zu vergessen ist für den Mieter auch der Sicherheitsaspekt. Der Vermieter ist zwar verpflichtet, Mietkautionen getrennt vom eigenen Vermögen aufzubewahren, aber was bei einer Verschlechterung der finanziellen Lage des Vermieters wirklich passiert, erfährt man meist erst, wenn es zu spät ist.

Die höhere finanzielle Liquidität des Mietinteressenten hat auch für den Vermieter einen bedeutenden Vorteil. Die Mietobjekte können schneller vermietet werden, da der Mieter nicht erst noch Kapital für die mit dem Umzug verbundenen Kosten bilden muss. So hat der Vermieter weniger Leerstand und die Zeit, in der laufenden Kosten kein Mietertrag gegenüber steht, wird reduziert.

Dadurch, dass der Mieter von einem professionellen Dritten eine Bürgschaftsurkunde ausgestellt bekommt, ist auch der Vermieter auf der sicheren Seite bei der Bonität des zukünftigen Mieters. Mietkautionsversicherer prüfen die Bonität ihrer Versicherungsnehmer gründlich. Mit einer Mietkautionsversicherung ist der Vermieter aus dem Risiko, dass sich die Bonität des Mieters verschlechtert. Er kann den Kautionsbürgen in Anspruch nehmen und muss keine aufwändigen Massnahmen ergreifen, um sein Geld vom Mieter für alle offenen Posten zu erhalten. Ob und wie der Versicherer das Geld vom Mieter wieder zurück bekommt, ist nicht Sache und Beschäftigung des Vermieters.

Auch die administrative Arbeit, die der Vermieter mit zugegangenen Mietkautionen in Geld hat, entfällt bei einer Mietkautionsversicherung. Bezüglich des Umgangs mit Mietkautionsgeldern gibt es strenge gesetzliche Vorgaben, deren Nichteinhaltung empfindliche Strafen nach sich ziehen kann. So legt der Vermieter einfach die Kautionsurkunde zu den Akten und muss sich keine weiteren Sorgen machen. Die Unkündbarkeit der Mietkautionsversicherung ist so lange gegeben, als die Kautionsurkunde im Besitz des Vermieters ist. Will der Mieter die Mietkautionsversicherung kündigen, so muss er diese mit dem Einverständnis des Vermieters in einer anderen Form der Kautionsstellung ablösen.
Auf was muss man beim Abschluss einer Mietkautionsversicherung achten? Was gibt es für Laufzeiten und wie hoch sind die Kosten?
Die typischen Kosten bei einer Mietkautionsversicherung sind Abschlusskosten bei Vertragsschluss, ein Jahresbeitrag und eventuell auch anfallende Servicepauschalen. Generell orientieren sich die Kosten an der Höhe der abzusichernden Mietkaution, jedoch ist die Gesamthöhe je nach Versicherer unterschiedlich. Ein Vergleich zwischen verschiedenen Gesellschaften ist sinnvoll.

Typischerweise wird eine Kautionsversicherung auf unbegrenzte Laufzeit geschlossen, da die Länge des Mietverhältnisses normalerweise ebenso lange läuft. Allerdings hat der Versicherungsnehmer ein Kündigungsrecht, dass er zu den im Vertrag genannten Bedingungen jederzeit ausüben kann. Der Versicherungsschutz endet mit der Übergabe der Kautionsurkunde an den Versicherer. Dies bedeutet nicht, dass der Mieter bis ans Ende der Mietdauer an den Versicherer gebunden ist. Er kann die Mietkaution auch in einer anderen Form gegenüber dem Vermieter erbringen und von diesem die Bürgschaftsurkunde des Versicherers zurückverlangen. Dies funktioniert natürlich auch umgekehrt, so dass eine andere Form der Mietkaution, z.B. eine Bankbürgschaft oder ein Mietzinsdepot, durch eine Mietkautionsversicherung ersetzt werden kann.

Die Abrechnung einer Mietkautionsversicherung erfolgt im Allgemeinen taggenau. Das heisst, dass zu viel gezahlte Beiträge an den Versicherungsnehmer zurückerstattet werden. Der Versicherungsnehmer muss sich allerdings der Tatsache bewusst sein, dass es sich hier um eine Versicherung handelt. Gezahlte Beiträge werden, ausser bei Überzahlung bei Vertragsende, nicht erstattet. Diese sind der Preis für die Risikoübernahme durch die Versicherung. Hier gilt es also ganz genau zu prüfen und zu kalkulieren, wann eine Mietkautionsversicherung Vorteile bringt oder wann es gegeben ist, zur Kostenminimierung eine andere Form der Kautionsleistung zu wählen.
Wie wird eine Mietkautionsversicherung beendet?
Im Regelfall endet die Kautionsversicherung mit dem Mietverhältnis. Wenn der Vermieter keine Forderungen mehr an den Mieter hat, übergibt oder sendet er die Kautionsurkunde an die Mietkautionsversicherung zurück. Nach Erhalt der Urkunde ist der Versicherungsvertrag beendet und abrechnet. Das Prozedere ist identisch, wenn das Mietverhältnis weiter bestehen bleibt, aber sich die Form der Kautionsstellung ändert.
Hier erfahren Sie mehr über die Mietkautionsversicherung.

1 comment:

  1. Hi! Nice post!Thanks for sharing it with us....really needed.Rental Deposit Insurance or Mietkautionsversicherung guarantees the landlord up to the amount of the guarantee. If the tenant does not meet his obligations from the rental agreement, she steps in and finances the amount due. The tenant then pays this sum back to the insurer.

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